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    Der Verlauf einer Reha nach einer Sprunggelenkverletzung

    Viele Sportler durften schon mehrfach Erfahrung mit Sprunggelenkverletzungen machen. Dabei kommt es oftmals zu Dehnungen oder gar Rissen der Bänder im Sprunggelenk. Einmal ernsthaft verletzt, kann es im Laufe der Zeit immer wieder zu Wiederverletzungen kommen, da das Sprunggelenk chronisch instabil geworden ist.

    In den meisten Fällen verletzen sich Sportler an den drei äußeren Bändern im Sprunggelenk.
    Ein durchdachter Reha-Prozess soll dafür sorgen, dass der Sport wieder sorgenfrei aufgenommen werden kann und kein Leistungsabfall vorherrscht. Gerade im Profisport sieht man dabei Sportler, die nach langer Pause (vermeintlich) verfrüht wieder eingesetzt werden. Nach dem verlorenen Champions League Finale 2019 gegen Liverpool gab es um den englischen Fußballer Harry Kane zum Beispiel eine Menge Diskussion, kam er doch sehr schnell aus einer Reha nach einer Sprunggelenkverletzung zurück in die Startelf.

    Je nachdem wie stark die Bänder im Sprunggelenk in Mitleidenschaft gezogen wurden, kann eine Reha nach einer Sprunggelenkverletzung also unterschiedlich lange andauern. Da häufig jedoch konservativ therapiert wird, ähneln sich die Methoden zumeist in ihrer Art und Weise.

    Anatomie des Sprunggelenks

    Kurz gesagt dient das Sprunggelenk dazu, die Unterschenkelknochen mit den Fußknochen zu verbinden. Dabei teilt man das Gelenk in oberes und unteres Sprunggelenk ein, die zusammen eine sich ergänzende Einheit bilden .

    Das obere Sprunggelenk besteht aus den Komponenten Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula) und dem Sprungbein (Talus). Als Hauptfunktion ermöglicht es dem Fuß, sich nach oben und unten zu bewegen.
    Das untere, weniger bewegliche Sprunggelenk verbindet das Sprungbein mit den Fußwurzelknochen und dem Fersenbein. Es erlaubt seitliche Bewegungen wie die Pronation und die Supination (Kenhub; 2019). In dem komplexen Gerüst rund um das Sprunggelenk finden sich eine Menge Knorpel, Sehnen und Bänder. An der Außenseite des Gelenks befinden sich die drei Außenbänder, die für eine Stabilisation, aber auch Beweglichkeit des Gelenks sorgen sollen. Diese Bänder sind bei zu hohen Belastungen oft die Strukturen, die am ehesten in Mitleidenschaft gezogen werden und reißen oder dehnen sich dementsprechend häufig.
    Das Sprunggelenk gilt dabei als das Gelenk im Körper, das am häufigsten strapaziert wird.

    Die Reha nach einer Sprunggelenkverletzung

    Kommt es zu einer Verletzung der Bänder im Sprunggelenk, muss nach einer Erstversorgung erst einmal das Gelenk ruhiggestellt werden. Ziel ist es, den Bändern Zeit zu geben, wieder zusammenzuwachsen. Bei einer vollständigen Ruptur des Bandes oder der Bänder wird dafür schon einmal ein Zeitraum von sechs Wochen berechnet, bei dem ein Tragen einer Schiene vorgesehen ist. Bei einer Dehnung oder anderen leichteren Verletzung werden die sechs Wochen auf ca. drei bis vier gekürzt. Die Schiene wird dann, je nach Schmerzempfinden und Verletzung nach rund drei bis sechs Wochen abgelegt, wobei das sechswöchige Tragen einer Schiene mit einer schwereren Verletzung einherkommt. Eine Rücksprache mit einem Facharzt ist hier aber immer sinnvoll. Idealerweise findet direkt nach dem Ablegen der Schiene ein erstes Aufbautraining statt. Die Belastung im Training wird dabei kontinuierlich gesteigert und kann am Anfang noch sehr simple Übungen wie Gehen und Abrollen beinhalten.

    Mit der Zeit werden die Anforderungen immer weiter gesteigert, ein großer Fokus des Aufbautrainings liegt zu dem in der Koordination und Propriozeption. Ebenfalls wichtig ist ein ausreichendes Krafttraining, soll die Muskulatur nach einer längeren Pause doch wieder aufgebaut werden. Ab der achten Woche werden vermehrt Sprint- und Richtungswechsel-Übungen in den Trainingsplan integriert, bei Ballsportarten wie Fußball werden nun auch wieder Ballübungen ausgeführt. Ab der zehnten Woche startet man im Fußball mit dem Mannschaftstraining, das heißt man steigt wieder in das normale Training ein und beendet die Aufbauphase. Es wird empfohlen, Wettkämpfe und Höchstleistungstraining nicht vor der zwölften Woche zu bestreiten.

    Wichtig ist, den Reha-Verlauf mit einer Fachperson durchzuführen und zur Not immer auf den eigenen Körper zu hören. Schmerzen sind ein Indikator, dass der Körper noch nicht bereit für die geplanten Belastungen ist, in diesem Fall sollten die Belastungen auf ein vorheriges Level zurückgestuft werden.

    Prävention mit der Betterguards Technologie

    Bei Betterguards verfolgen wir das Ziel, Menschen vor einer langwierigen Reha nach einer Sprunggelenkverletzung sowie einer chronischen Instabilität zu bewahren. Eine sportfreie Zeit wirkt sich nicht selten nur negativ auf die Gesundheit des Körpers, sondern auch des Geistes aus. Ernsthaft am Sprunggelenk verletzt, entwickeln viele eine Instabilität im Gelenk, gegen die es sehr mühsam ist, anzugehen. Mit der Betterguards Technologie sorgen wir dafür, dass Sportler vor Sprunggelenkverletzungen geschützt sind und nicht aus dem Trainingsrhythmus geworfen werden. Das System beugt dabei ein Überdehnen oder Reißen der Bänder vor, bietet neben dem innovativen Schutz jedoch trotzdem eine gleichbleibende Bewegungsfreiheit.

    Eine erfolgreiche Reha nach einer Sprunggelenkverletzung ist für jeden Sportler wichtig

     

    Von |2019-06-19T16:59:22+00:0022.06.2019|