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    Bänderriss im Sprunggelenk: Das sind die Symptome

    Bänderdehnungen und Bänderrisse im Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Verletzungen in Sport & Freizeit. In Europa kommt es jährlich zu rund 27 Millionen Verletzungen dieser Art. Um die Schäden möglichst einzudämmen und eine schnelle Rückkehr in den Sport zu ermöglichen, ist es wichtig sofort und effizient auf ein Supinationstrauma zu reagieren.

    Ein Bänderriss im Sprunggelenk macht sich durch ein schmerzhaftes und plötzliches Stechen im Fuß bemerkbar. Reißt ein Band kommt es durchaus auch zu einem hörbaren „Knacken“. Außenbandrisse müssen nicht zwangsläufig schwerwiegender oder schmerzhafter als Dehnungen sein – das Verletzungsmuster muss individuell betrachtet werden.

    Einmal in Mitleidenschaft gezogen, schwillt der Fuß häufig sehr schnell an und kann nach einiger Zeit deutliche Hämatome (Blutergüsse) vorweisen. Das passiert durch die Beschädigung der Gelenkkapsel, die das untere Sprunggelenk umschließt. Die drei Außenbänder im Fuß reißen sehr selten alle gleichzeitig. Gerade das hintere Außenband ist bei nur wenigen, schwerwiegenden Verletzungen betroffen.

    Bänderriss im Sprunggelenk - was tun?

    Erste Hilfe

    Kommt es zu einem Bänderriss im Sprunggelenk, muss schnell reagiert werden. Die berühmte PECH-Regel stellt ein zuverlässiges Muster für eine akute Erstbehandlung dar. Sie setzt sich aus den Vorgaben zusammen, die Aktivität sofort zu pausieren und die betroffene Stelle ausreichend zu kühlen. Weiterhin sollte der Fuß mit einem Kompressionsverband ruhiggestellt werden und in einer gestreckten Position möglichst hochgelagert werden, um den Austritt von Flüssigkeit im Fuß auf zellulärer Ebene einzugrenzen und den Abtransport des Blutes zum Herzen zu fördern. Dadurch verringert sich die Entzündungsreaktion in der Körperregion und das Abklingen der Schwellung sowie die Heilprozesse werden gefördert.

    Stoppt man den Sport nicht sofort, läuft man Gefahr vom Ausmaß der Schwellung überrascht zu werden. Das Gewebe am Knöchel fühlt sich dann schon fast schwammartig an und lässt den nächsten Schuh zwei Größen zu klein wirken. Beim Kühlen kann auf verschiedene Hilfsmittel wie Schwämme, Eislollis, Kühlpacks oder Eisspray zurückgegriffen werden. Oftmals wird sich dem bedient, was zur Verfügung steht. Generell gilt häufig zu kühlen, aber niemals zu lange am Stück (10 Minuten sind ausreichend).

    Bei Sprays und Kühlpacks muss darauf geachtet werden, diese nicht direkt auf der Haut anzuwenden. Eine Schicht Stoff genügt als Schutz. Kompressen und Verbände dienen dem Fuß zur Stütze und helfen den Zellen der Bänder beim Zusammenzukleben. Lässt man diesen Prozess außer Acht, verzögert sich die Wundheilung oder die Bänder heilen nicht komplett aus. Das Wiederverletzungsrisiko steigt zwangsläufig.

     

    Ärztliche Untersuchung

    Es ist äußerst ratsam für eine genaue Diagnose einen Arzt aufzusuchen. Eine Bänderdehnung oder ein Bänderriss im Sprunggelenk lässt sich am zuverlässigsten durch bildgebende Verfahren, wie ein MRT diagnostizieren. Zwar können ausgebildete Ärzte auch per praktischer Testverfahren Bänderrisse von Bänderdehnungen unterscheiden, doch kann es je nach Sportart der Person unterschiedliche Flexibilitätsmuster in den Gelenken geben. Deshalb sollte auch darauf geachtet werden, dass beim Arztbesuch über den genauen Verletzungshergang mit Angabe der Sportart gesprochen wird und Funktionseinschränkungen an den Extremitäten immer beidseitig am Körper verglichen werden.

    Nach der Diagnostik wird entschieden, ob ein operativer Eingriff notwendig ist oder konservativ behandelt werden kann. Bei beiden Varianten ist es sinnvoll mittels angemessener sportlicher Betätigung den Trainingsrückstand gering zu halten. Gemäßigte Übungen zur Kräftigung des Rumpfes, der Arme oder leichtes kardiovaskuläres Training durch ein Ergometer gehören unter Berücksichtigung der Schmerzfreiheit im Bereich des Möglichen.

     

    Von |2019-12-02T16:55:27+00:0029.11.2019|